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Boys Day im Seniorenheim Rhönblick

Ob jemand ein guter Pfleger oder eine gute Pflegerin ist, liegt in unseren Augen nicht daran, ob er Frau oder Mann ist. Am 28.03.2019 war in ganz Deutschland „Boys Day“, ein Tag, an dem junge Menschen in Berufsfelder schnuppern können, die traditionell mit Geschlechter-Klischees besetzt sind. Manche Menschen wundern sich über Jungs, die den Pflegeberuf einschlagen wollen. Doch die junge Generation weiß es besser. Im Seniorenheim Rhönblick besuchten uns am „Boys Day“ vier Gymnasiasten und zwei Jungs aus der Mittelschule, um den Beruf des Pflegers besser kennen zu lernen. Sie waren sehr interessiert und nahmen alle Informationen mit großer Wissensgier und Begeisterung auf.

Theorie und Praxis im Pflegeberuf testen

Zunächst zogen sich die coolen Jungs über ihre Kapuzenjacken und T-Shirts die Arbeitskleidung eines Pflegers. Nachdem alle mit der blauen Uniform versorgt waren, hörten sie einen Kurzvortrag unseres Heimleiters Michael Wehner über den Pflegeberuf. Dabei erfuhren sie mehr zu einer möglichen Ausbildung in diesem Bereich.

Nach der Theorie folgte die Praxis: Die Jungs erkundeten gemeinsam das Pflegeheim. Sie durften zum Beispiel in einer Übung das Schutzengelsystem ausprobieren, das meldet, wenn einer unserer dementen Bewohner das Heim unbeaufsichtigt verlässt. Weitere digitale Möglichkeiten wie die Televisite mit Kollegen des anderen Hauses und der Patientenlifter wurden von den jungen Leuten aufmerksam studiert.

Außerdem gab ihnen Herr Wehner Informationen über die außerklinische Pflege mit.

Gemeinschaftsessen und Wissensdurst

Kochen und Essen wärmen die Seele. Unter diesem Motto arbeiten wir bei der gerontopsychiatrischen Arbeit, die sich um das Seelenheil der Patienten kümmert. Einen Eindruck davon konnten die Jungs bei der gemeinsamen Zubereitung des Mittagessens machen.

Im Anschluss sorgte das Essen mit den Bewohnern für eine fröhliche Stimmung. Gestärkt machten sich die Jungs danach an ihre letzte Aufgabe des Besuchs: Sie lösten ein Quiz mit Fragen aus all den Bereichen der Pflege, die sie am Vormittag kennengelernt hatten. Michael Wehner war begeistert, denn die Jungs erreichten alle die volle Punktzahl und konnten sich über Kinogutscheine freuen.

Jungs oder Mädchen –
Hauptsache ist die Liebe zur Pflege

Der Wissensdurst der Jugendlichen und ihre gute Laune, die sie bei ihrem Besuch im Pflegeheim Rhönblick verbreiteten, beweisen einmal mehr, dass Jungs ebenso gute Pfleger sein können wie Mädchen. Unsere Besucher haben jedenfalls alle Voraussetzungen, um mit ihrer Begeisterung für digitale Technik, ihrem freundlichen Umgang mit den Mitmenschen und ihrem echten Interesse am Beruf des Pflegers in Zukunft bei uns arbeiten zu können. Wir würden uns über ein Wiedersehen freuen und sind überzeugt, dass die Jungs am „Boys Day“ viel über sich selbst und die Arbeit in einem Pflegeheim gelernt haben.

Azubi Messe in Bad Bocklet

Pflegedienst Wehner bietet jungen Leuten eine Ausbildungsmöglichkeit mit Zukunft – und das vor Ort. Deshalb waren wir sehr dankbar, am letzten Januar-Wochenende mit einem Team auf der Azubi-Messe in Bad Bocklet vertreten zu sein. Dort konnten sich Jugendliche über die Ausbildung in unseren Seniorenheimen informieren und einmal direkt mit Menschen ins Gespräch kommen, die bereits bei uns arbeiten.

Spaß und Information gehen Hand in Hand

Der Bad Bockleter Jugendverein und allen voran dessen Vorstände Marcel Dünisch (24), Raphael Langer (25) und Florian Grom (24), hatten die Azubi-Messe dieses Jahr zum ersten Mal organisiert. 30 Handwerksbetriebe und Unternehmen waren der Einladung gefolgt. Wir wollten uns ebenfalls die Chance nicht entgehen lassen, uns den Jugendlichen unserer Region vorzustellen. Diese konnten sich über Berufsaussichten in verschiedenen Bereichen, vom klassischen Handwerksberuf bis hin zum akademischen Beruf, informieren.

Da die Altenpflege ein immer stärker nachgefragter Berufszweig ist, indem Fachkräftemangel herrscht, ist es uns besonders wichtig, junge Menschen auf diese Karrierechance aufmerksam zu machen.

Unsere Kollegen sind die besten,
um anderen die Freude zu vermitteln,
die diese Tätigkeit jeden Tag mit sich bringt.

Persönliche Gespräche als Anreiz

Zu Hause am Computer kann sich mittlerweile jeder alle Informationen suchen, die er braucht. Der Vorteil einer Azubi-Messe besteht aber darin, dass sich die Jugendlichen direkt mit denjenigen unterhalten können, die bereits Berufserfahrung in der Altenpflege haben. Unser Team hatte sichtlich gute Laune und freute sich, für seinen Beruf zu werben.

Bei heißen Getränken und Süßem kamen wir ins Gespräch. Außerdem durften die Jugendlichen aktuellste Entwicklungen in der Pflege-Technologie bestaunen und selbst ausprobieren. Für die Teilnehmer an einem Quiz gab es außerdem Gutscheine von Partnern vor Ort zu gewinnen. Die strahlenden Sieger hatten sich ihre Preise verdient und nahmen mehr als eindrückliche Erinnerungen an diesen Messetag mit nach Hause.

Der Nachwuchs als Chance für die Pflege

Die Azubi-Messe in Bad Bocklet hat unseren Mitarbeitern großen Spaß gemacht und wir hoffen, einige junge Menschen davon überzeugt zu haben, wie wichtig der Pflege-Beruf für unsere Gesellschaft ist. Genauso wie am Messestand besteht er zwar aus vielen kleinen und großen Herausforderungen jeden Tag, er lebt aber von der Begegnung mit den Menschen. Wir sind dankbar für die vielen Begegnungen dieses Wochenendes und für die Organisation durch die Veranstalter. Wir hoffen, nächstes Jahr wieder dabei zu sein. Schließlich liegt die Zukunft unserer Branche in unserem Nachwuchs.

Pallium der Mantel

Die Firmenzweige unseres Familienunternehmens  betreuen die Ihr anvertrauten Menschen mit dem gesamten Spektrum der Dienstleistung Pflege. Diese Menschen begleiten wir oft bis ans Ende Ihres Lebens. Die Palliative Haltung in der Pflege und die Begleitung ist als einer der führenden Gedanken in unserm Leitbild formuliert.

Um diesen Gedanken Genüge zu tun, ist es selbstverständlich für uns, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unseres Firmenverbundes näher an die wertvolle Art der Betreuung heranzuführen.

Ein Team Mitglied erhält
das Palliativ-Care Zertifikat

Am 9.11.2018 hat nun unsere erste Fachkraft, Frau Maria Gerling-Tillmann,
ihr Zertifikat für Palliativ-Care erhalten.

Frau Gerling-Tillmann konnte in ihrer einjährigen Weiterbildung an der Hospiz-Akademie Bamberg bereits vorhandenes Wissen für ein ganzheitliches Betreuungskonzept Schwerstkranker und sterbender Menschen in der letzten Lebensphase weiter vertiefen.  Hierbei ging es sowohl um Linderung körperlicher Beschwerden als auch um Unterstützung und Begleitung im sozialen, körperlichen, psychischen und spirituellen Erleben.

Unterstützend in schweren Zeiten

Frau Gerling-Tillmann wird, gemeinsam mit den Teams, den uns anvertrauen Menschen, Ihren Familien und Angehörigen in der schwierigen Zeit des Loslassens und Abschiednehmens professionell unterstützend und begleitend zur Seite stehen.
Im Mittelpunkt unseres Handelns wird hier bei immer der Mensch sein,
mit all seinen Wünschen und Bedürfnissen, auf seinem letzten Weg.

Wir freuen uns, dass durch diese zertifizierte Fachkraft eine Weiterentwicklung unserer Teams sowie des 24-Stunden-Rufbereitschaft-Teams erfolgen wird. Somit wird diese sehr wichtige Haltung der Palliativ-Care in unsere tägliche Pflege einfließen.

Darüber hinaus wird sie Ihr Wissen auch den Auszubildenden im Firmenbund weitergeben.

In Memoriam

Wir trauern um einen besonderen Menschen: Wolfgang Back war nicht nur langjähriger Bürgermeister von Bad Bocklet, sondern auch ein echter Förderer seiner Gemeinde. Seit seiner ersten Wahl 2002 wurde er zweimal im Amt bestätigt und war sechszehn Jahre lang im ständigen Einsatz für Bad Bocklet. Er wurde von allen sehr geschätzt, vor allem für seine unbürokratischen Lösungen, die für einen Politiker ungewöhnlich schienen. Sein persönlichen Engagement und seiner Konzeptentwicklung ist es zu verdanken, dass das Gesundheitszentrum im Kleinfeldlein realisiert werden konnte. Neben einer großen Arztpraxis konnten sich Patienten dort über eine neue Physiopraxis und eine Logopädie freuen. Auch die Versorgung der älteren Mitmenschen lag Wolfgang Back am Herzen: Mit der Umsetzung des Seniorenheims, der Tagespflege sowie einer Wohngemeinschaft für Intensivpflege wurden neue Wege beschritten.

Viel zu früh von uns gegangen

Wer Wolfang Back privat kennenlernen durfte, der weiß, dass der Hobbygärtner nicht nur großes Geschick im Umgang mit Menschen und Zahlen hatte, sondern sich auch auf Pflanzen verstand. Zudem gehörte das Singen zu seinen Hobbys. Wolfang Back wurde am 5.8.1951 in Windheim geboren. Er wuchs mit vier Geschwistern auf und war schon früh in zahlreichen Vereinen aktiv. Nach seiner Lehre als Bankkaufmann arbeitete er in Münnerstadt, ehe er 2002 das erste Mal zum Bürgermeister gewählt wurde. Er war zwei Mal verheiratet und hatte insgesamt drei Kinder. Seinen ältesten Sohn verlor er 2009 im Alter von nur 20 Jahren.  Wolfgang Back erlag dem Krebs am 25.4.18. Wir trauern mit Wolfgangs Back Familie, seiner Tochter sowie seinem Sohn und seiner langjährigen Lebensgefährtin Brigitte Junge.

Seine Verdienste
um Bad Bocklet werden bleiben

Im September 2016 musste Wolfgang Back sein Bürgermeisteramt aus gesundheitlichen Gründen niederlegen. Bis zuletzt hatte er jedoch seinen Sitz im Kreistag behalten. Noch zu Lebzeiten würdigte ihn die Gemeinde mit der Verleihung der goldenen Bürgermedaille für seine Dienste. Die Zeremonie beim Neujahrsempfang 2018 sollte einer von Wolfang Backs letzten öffentlichen Auftritten werden. Auch wenn er den Kampf gegen den Krebs im Alter von 66 Jahren verloren hat, wird er uns allen als leidenschaftlicher Amtsinhaber und Mensch in Erinnerung bleiben. Wir alle spürten, dass die Leitung der Gemeinde für ihn mehr war als ein Job – es war sein Leben. Seinem unermüdlichen Einsatz ist es zu verdanken, dass das Gesundheitszentrum unbürokratisch und schnell umgesetzt werden konnte.  Wir haben höchsten Respekt vor seiner Lebensleistung für die Gemeinde Bocklet und schließen uns tief bewegt den zahlreichen Trauerbekundungen an, die davon zeugen, welch große Vorbildfunktion Wolfgang Back als Bürgermeister und Mensch hatte.

Herbstwanderung des Firmenverbundes

Am 21.09.2017 fand die Herbstwanderung des Firmenverbundes statt. Bei fantastischem Wetter wurde der Kreuzberg erklommen und anschließend zur zünftigen Brotzeit eingekehrt.

Pflegedienst Wehner – endlich mal eine „ruhige Kugel“ schieben dürfen!

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des ambulanten Pflegedienstes Wehner sind das ganze Jahr hindurch stark engagiert. Sie kümmern sich als Team täglich einfühlsam und fachlich kompetent um die Pflege der ihnen anvertrauten Menschen. Dabei leitet sie ein Grundsatz: die Herzensgüte ist ihr wichtigstes Element im Umgang mit den Menschen. Selbst in schwierigen Situationen gilt für sie diese Devise.

Der Firmengründer und Chef Michael Wehner ist gelernter Krankenpfleger und weiß, wie wichtig in diesem Beruf eine kleine Auszeit sein kann. Genau aus diesem Grund gibt es im Pflegedienst Wehner regelmäßige Betriebsausflüge. ZIel war kürzlich das Bad Kissinger Bowling-Center.

Die Stimmung im Team war von Beginn an bestens, es wurde engagiert um die Wetter gebowlt und als Stärkung gab es anschließend noch ein leckeres Abendessen.

Die Steaks, die Burger und mehr fanden besten Zuspruch. Bei dieser Wertschätzung durch die Geschäftsführung und die Vorgesetzten macht die gemeinsame Arbeit im Pflegedienst Wehner doppelt Freude.

Töpferkurs für Kinder </br> ein voller Erfolg für Groß und Klein

In familiärer Atmosphäre töpfern Wenoba-Mitarbeiter gemeinsam mit ihrem Nachwuchs.

Bei uns steht der Mensch im Mittelpunkt. Das betrifft nicht nur die Patienten, sondern auch unsere Mitarbeiter.

Jeder soll sich bei uns wohlfühlen und auf seine Kosten kommen.

Das macht uns zufrieden und ausgeglichen und kommt nicht nur uns alleine zugute. Wer sich wohlfühlt, ist auch motiviert. So kann auch die Betreuung der Patienten in einer besonders freundlichen wie auch entspannten Atmosphäre erfolgen.

Deswegen organisieren wir immer wieder Freizeitangebote für unsere Mitarbeiter und ihre Familien – natürlich kostenlos.

Am 4. Dezember fand zum Beispiel unser Kinder-Töpferkurs statt.

Da durften die Kleinen nach Herz und Laune mit Ton experimentieren. Dass ihnen das gefallen hat, war nicht zu übersehen.

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Eine spannende Entdeckungsreise

Für Kinder gibt es noch viel zu erforschen: mit Augen, Ohren und auch mit den Händen.

Ton ist eines der Materialien, die man richtig schön anfassen kann. So war unser Töpferkurs für Kinder in jeder Hinsicht ein voller Erfolg.

Doch nicht nur das Anfassen hat überzeugt. Fantasie und Kreativität feierten ein üppiges Fest. Viele spannende Experimente ließen so allerhand entstehen.

Auch die Eltern waren natürlich mit voller Begeisterung dabei.

 

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Im Spiel entsteht die Lust am Schaffen

So wie unsere Mitarbeiter Spaß an ihrer Arbeit haben, sollen durchaus auch ihre Kinder im Tun Erfüllung und Freude finden. Am besten lernt man das im Spiel.

Entdecken und Erforschen sind ganz natürliche Elemente der kindlichen Erfahrungswelt. Wer sich hier frei entfalten darf, hat schon mal gute Karten dafür, auch später Spaß im Beruf zu haben.

Sie hat sich gezeigt, die Lust am Schaffen: geschafft wurde viel und es war lustig.

So hat sich die Begegnung mit Tonerde schon einmal gelohnt.

 

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Stolz, kunstvoll und fingerfertig

Erst wurde wild drauf los geknetet, dann entstanden wie aus dem Nichts Gefäße und Figuren. Dass Kinder kleine Künstler sind, steht für uns seither außer Frage. Vielleicht wurde an diesem Tag für den Einen oder Anderen sogar der Grundstein für ein Hobby gelegt.
Ganz nebenbei werden durch Kneten, Formen und Kombinieren viele Fertigkeiten geschult. Geschicklichkeit wie Fingerfertigkeit stehen dabei ganz oben auf der Liste.

Nicht unerwähnt soll auf jeden Fall das Erfolgserlebnis bleiben, ein eigenes Kunstwerk geschaffen zu haben oder gar mehrere davon. Das war vielen Kindern anzusehen – aber nicht nur ihnen. Auch so mancher Elternteil war davon infiziert.

So gingen alle nach diesem Kunst-Event stolz, müde und zufrieden nach Hause.

Jedenfalls war es keine Kunst, den Kindern wie auch ihren Eltern mit diesem Kurs viel Freude zu machen.

Das neue Gütesiegel </br>„Ausbildung mit Wert“

In der Region Rhön-Saale wird Pflege bekanntlich groß geschrieben. Um die Qualität der Pflegeberufe in der gesamten Region zu gewährleisten, wurde das neue Gütesiegel „Ausbildung mit Wert“ ins Leben gerufen.

Der Senkrechtstarter Michael Wehner bekam sogar gleich drei davon: genauer gesagt waren es die drei Einrichtungen, die er vor nicht allzu langer Zeit ins Leben gerufen hat: das Seniorenheim Saaleufer, die Initiative „Leben und Pflege zu Hause“ sowie das Wenoba Intensivflegeservice.

 

Wehner steht für beste Pflege

Im Jahr 2005 machte sich Michael Wehner selbständig. Inzwischen hat er 150 Mitarbeiter und sorgt mit ihnen gemeinsam dafür, dass pflegebedürftige Personen bestens betreut und gefördert werden.

Gute Pflege bedeutet für ihn nicht nur medizinische Versorgung.

Seine Aufgabe sieht er darin, die Patienten zu ermutigen, so gut wie möglich wieder auf ihre eigenen Füße zu kommen. Gerade die Heimbeatmung macht in diesem Bereich vieles möglich. Patienten dadurch zu verlieren, dass es ihnen besser geht, sieht Michael Wehner als Bestätigung.

 

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Wertvoll ist auch die Pflegeausbildung

Neueinsteigern wird erst einmal eine gute Weiterbildung geboten, die sie so weit spezialisiert, dass sie in ihrem Einsatzbereich hochwertige Kräfte sind.
Ebenso können und sollen sie später, wie alle anderen Mitarbeiter, durch weiterführende Kursangebote auf dem Laufenden bleiben. Immerhin lernt man nie aus im Leben – und so bleibt es auch spannend.

Dass unsere Schulungen wertvoll sind, das haben wir ja jetzt sogar amtlich.

Nach neun Jahren schon 150 Mitarbeiter

Bad Bocklet — Rosa Zirkelbach ist zufrieden: „Mir geht es sehr gut, hier ist es so familiär“, erzählt die 82-Jährige, während sie in der Küche ihrer Wohngruppe
Äpfel schält. Ein langer dünner Strang aus Apfelschale liegt auf dem Tisch. Daneben liegt ein kurzer dicker. Der stammt von Michael Wehner, dem Chef des Seniorenheims „Am Saaleufer“.
„Gelernt ist eben gelernt“, zollt der 38-Jährige der Seniorin Rosa Zirkelbach Respekt.

Michael Wehner ist – abgesehen vom Apfelschälen – ein echter Macher. „Ich wollte einfach aufbrechen“, erinnert er sich an seinen Schritt in die Privatwirtschaft: 2002 hatte er eigentlich einen guten Job, arbeitete in der Intensivstation des „Eli“, aber:
„Ich hatte einfach das Gefühl, dass es da nicht weitergeht für mich.“ Also sammelte er drei Jahre lang Erfahrungen in einem privaten Pflegedienst (siehe Info-Kasten) und machte sich dann in Hammelburg selbst- ständig. „Ich wollte mich einfach selbst verwirklichen.“

Seine Berufung ist Wehner in die Wiege gelegt: Die Mutter war Krankenschwester, der Vater Altenpfleger und Diakon.

„Das muss Bestimmung gewesen sein“, sagt er über die Ausbildung zum Krankenpfleger. Geprägt habe ihn auch der Zivildienst im Rettungsdienst: „Das war sehr wertvoll für mich, da habe ich gelernt, schnelle Entscheidungen zu fällen und Verantwortung für mein Handeln zu übernehmen.“ Und eine gute Portion Gelassenheit, die komme auch aus der Zeit.

Nach dem Schritt in die Selbstständigkeit 2005 ging es steil bergauf: Der Pflegedienst Wehner als „Keimzelle des Unternehmens“ hat heute rund 120
Kunden täglich im Raum Burkardroth und Bad Bocklet. 2007 kam die Heimbeatmung „Wenoba“ dazu, ein neues Angebot in der Region.

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Gemeinsames Projekt

2009 eröffnete Wehner in Bad Bocklet das Seniorenheim mit 36 Plätzen und eine Tagespflege mit durchschnittlich 15 Gästen am Tag. 2011 initierte Wehner den Verein „Intensivpflege Nordbayern“ mit, in dem mehrere Pflegedienste gemeinsam die Betreuung schwerer Pflege- fälle organisieren. „Wir versuchen da, das Konkurrenzdenken auszuschalten“, berichtet Wehner. Die Erfahrungen und die Zusammenarbeit mit den Krankenkassen seien bislang sehr gut. Möglich sei das alles vor allem wegen der konsequenten Ausrichtung auf Qualität. „Es kommt immer mehr Kompetenz in die außerklinische Nachsorge“, freut sich Wehner. Fachkräften sei es heute nicht mehr peinlich, in den ambulanten Dienst zu gehen.

Hinzu komme der medizinische Fortschritt, die Telemedizin und die gute Zusammenarbeit mit Hausärzten. Bestes Beispiel dafür sei die Heimbeatmung: „Früher lagen die Patienten jahrelang auf der Intensivstation, heute spazieren sie mit dem Beatmungsgerät durch den Kurpark.“
Dabei dürfe man keine Sorge haben, wenn Kunden wieder ei- genständiger werden: „Wenn man Top-Leistung bringt, verliert man vielleicht den Kun- den“, berichtet er vor allem aus der Heimbeatmung. Das sei keine Bestrafung, sondern Bestätigung.

Um Qualität zu sichern, setzt Wehner auf Kontinuität in seinem Team: 150 Mitarbeiter
habe sein Unternehmen, nur 20 seien geringfügig beschäftigt.

„Wir haben das Ziel, den Arbeitnehmern eine gewisse Sicherheit zu geben und gute Löhne zu zahlen.“ Zur Zufriedenheit trage auch die hohe Teilzeit- Quote bei: „Ich bin da ja Vorbild“, verweist er darauf, dass er auch selbst nur noch Teilzeit arbeitet: Montag und Donnerstag bleibt er lang, den Rest der Woche ist mittags Schluss, denn:
„Der Vater soll auch präsent sein in der Erziehung“, lautet seine Devise.

Möglich sei das vor allem, indem er Verantwortung abgibt. „Ich bin jemand, der die Zahlen auch mal ausblendet und schaut, wo der Markt hingeht“, gönnt sich Michael Wehner durchaus Visionen. Für den Rest vertraut er auf seinen Bruder Martin, den er als Betriebswirt und Prokuristen ins Unternehmen geholt hat.

Mitarbeiter entscheiden selbst

„Meine Mitarbeiter entscheiden selbst“, lautet Wehners Devise. Dazu müsse er sie oft durchaus motivieren, ihnen Vertrauen entgegen bringen und Fehler zu- lassen: „Ich spiele den Ball gerne zurück, aber das ist ein Lernprozess.“ Dazu gehöre auch, dass mal ein Antrag falsch ausgefüllt werde und dadurch viel Geld verloren gehe. „Aber jemand, der einen Fehler macht oder einen Autounfall hatte, den muss ich nicht noch rund machen.“

Teil seiner Philosophie sei auch ein behutsamer Umgang mit den aktuell acht Auszubildenden zum Altenpfleger. „Wie kriegen wir es hin, dass sich ein Azubi hier wohl fühlt“, sei die erste Frage gewesen, bevor er selbst ausbildete. „Ich möchte möglichst viele junge Menschen für die Pflege begeistern.“ Also gehen Azubis und Praktikanten zunächst dorthin, wo Menschen noch bekleidet sind, und erst wenn sie „emotional stabil“ sei- en in die Beatmungsabteilung. Das nächste Projekt ist schon auf dem Weg: In Burkardroth baut Wehner ein weiteres Seniorenheim mit 36 Plätzen.

Probleme gebe es dort wie überall, aber: „Ich kann das Meckern nicht mehr hören“, sagt er – ein echter „Aufbrecher“ eben.

 

Aufbrecher

 

Weitere Berichte zum Projekt Aufbrecher unter www.infranken.de

 

© Redaktion & Fotos : Ralf Ruppert/Pulsis Mediadpa